Teamarbeit – nicht zu unterschätzen

In der Druckindustrie sind die kleinen und mittleren Betriebsgrößen in der Mehrzahl. Wobei die Kleinbetriebe das Gros bilden. Demnach sind dort für den Unternehmenserfolg neben einer guten Geschäftsführung eine gut funktionierende Teamarbeit unumgänglich.

Teamerfolg

Seit einiger Zeit weiß man, dass die Summe des Teamerfolges immer höher ist, als die Summe der Einzelpersonen. Das bedeutet, mit Teamgestaltung erhöht die Unternehmensleitung das Ergebnis. Auf dem Weg zum Teamergebnis und mit entsprechender Begleitung, fließen mehr reflektierte und damit positive Fähigkeiten in ein Projekt ein. Die Ausgestaltung bei der Benennung eines “Projektes“ ist vielfältig und hat fast keine Grenzen. Ein gut funktionierendes Team kann Berge versetzen. Vor allem lässt die Teamarbeit Kooperationen bei der Durchführung von Aufgaben zu, sie wird geradezu gefördert. Das ist wesentlich höher zu bewerten als kollegiale Hilfe.

Teamarbeit vs. veraltete Führungsstrukturen

Es ist in vielen Druckereibetrieben noch erlebbar, dass infolge der gewachsenen Struktur, bestimmte Positionen nach wie vor personell mit explizitem Status besetzt sind. Abteilungsleiter und Betriebsleiter stehen dem Chef zur Seite. In Druckereien mit überschaubarer Größe (35-50 MA) konterkariert dies das Vorwärtskommen des Betriebes. Manchmal dient der Betriebsleiter auch als Schutzmauer für den Chef. Solche Strukturen stehen einer teamorientierten Arbeit diametral gegenüber. Ein funktionierendes Team entwickelt sich eigendynamisch und ist intrinsisch motiviert und generiert den Erfolg fast ohne Vorgaben mittels den im Team befindlichen Fähigkeiten. Dies gilt insbesondere für die geistige Schaffenskraft. Mit einer sogenannten “Alpha-Struktur“ erreicht man höchstens, dass sich viele in der Belegschaft an vorgegebene Regeln halten. Die meisten verlassen sich darauf, dass der Meister oder Betriebsleiter für anstehende Problem, entsprechende Lösungen parat hat. Da braucht der Einzelne sich nicht um alles Gedanken zu machen. Damit ist die Innovationskraft eingeschränkt und schadet der Entwicklung der Druckerei oder verschafft zumindest kein Vorteil. Das ist allerdings hinsichtlich der Marktentwicklung innerhalb der Druckindustrie ein gravierender Nachteil. Weiterhin ist bei der “alten Führung“ das Thema persönliche Weiterentwicklung nicht zu unterschätzen. Das System mit Hierarchien zu führen beeinträchtigt die Förderung von Vielen und kann nur einzelne herausstechende Mitarbeiter fördern. Die Mehrheit verliert i. d. R. aufgrund des Systems.

Da bei der teamorientierten Arbeitsweise zielorientierte und damit vorzugshafte Fähigkeiten besser zu Tage treten, können diese individuell besser gefördert werden. Menschen wollen von Natur aus Erfolg haben. Diese wichtige Erkenntnis kann sich ein Unternehmen zu Nutze machen. Ein Team braucht Aufgabenstellungen, die erreichbar sind und ganz wichtig: Es braucht Begleitung. Das kann der Chef selbst übernehmen – allerdings nur als Teil des Teams!

Der Chef als Teil des Teams

Für manchen sicher schwer vorstellbar und für einige die größte Herausforderung: Als Chef, der dazu noch im Tagesgeschäft involviert ist, sich im Team zu integrieren. Das sind in der tat Herausforderungen.

Eine Teamerfolg kommt nur dann zustande, wenn nicht ein einziger sagt wo es lang geht. Das Team-Ziel wird immer vom gesamten Team erarbeitet, definiert und als solches auch festgeschrieben. Der Chef ist in der Teamarbeit einer unter vielen. Entscheidend ist dann die Ausprägung gute Dialoge führen zu können und anzuerkennen, dass die Kommunikation eines der wichtigsten Fähigkeit bei der Teamarbeit ist. Er sollte nicht die Position eines Teamführers einnehmen aber er kann sehr wohl der informelle Führer sein.

Voraussetzungen

Es gibt einige grundlegende Voraussetzungen, die ein teamorientiertes Arbeiten erst möglich machen. Ein gravierendes Merkmal ist die Transparenz bei unternehmerischen Entscheidungen.

Geäußerte Gedanken und Handlungen der Geschäftsführung müssen, zumindest für die Mehrzahl der Beschäftigten, nachvollziehbar sein und eine breiten Zustimmungsgrad erreichen. Eine gut fundierte Vertrauensbasis ist nur mit Wertschätzung und verlässlicher Kommunikation zu bekommen. Individualbewertungen müssen nach dem Fähigkeitsprofil und dem aktuellen Status des Betroffenen erfolgen. Auch diese Individualbewertungen müssen sachlich und so weit wie möglich nachvollziehbar sein. Berechenbarkeit und Authentizität des Chefs im täglichen Miteinander sind wichtige Parameter.

Fazit: Nach derzeitigen Erkenntnissen ist ein teamorientiertes Arbeiten in den meisten Fällen vorteilhaft und ganz wichtig: Es entlastet den Unternehmer im Unternehmen. Viel Entscheidungen im Tagesgeschäft müssen nicht vom Chef selbst getroffen werden. Den Mitarbeitern sollte man demnach mehr zutrauen und mehr Vertrauen schenken. Sie sind oft stärker am Erfolg des Unternehmens interessiert, als mancher für möglich hält.

Zum Jahresende

An dieser Stelle möchte ich mich herzlich für die Annahme der Bloginhalte bedanken. Die Zugriffszahlen entwickelten sich auch dieses Jahr in Folge, recht ordentlich und motiviert weiter zu schreiben.

Ich wünsche allen Lesern ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Start ins Neue Jahr, sowie ein gesundes und erfolgreiches 2019.

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